02.11.2017

Thüringens größte Aktion der medienbezogenen Elternarbeit

Jugendmedienschutz | Medienbildung

Medienerziehung von Kindern braucht kompetente Eltern. Fernsehen ist bei den Jüngsten immer noch das meistgenutzte Medium, mit wachsendem Alter bekommt das Internet hohe Bedeutung. Die Eltern aller Schulanfänger und Drittklässler in Thüringen erhalten daher in der Woche vom 6. bis 10. November Broschüren mit Medientipps vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) und der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM).

Mit dem Ratgeber „FLIMMO – Programmberatung für Eltern“ gibt es aktuelle Hinweise rund um das Fernsehprogramm. Internettipps sind im „Internet-ABC“ zusammengefasst. Hier finden Eltern Ratschläge für die Begleitung der ersten Schritte ihrer Kinder im Internet.

Die Materialien werden den Eltern kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Resonanz der Eltern auf die Aktionen in den vergangenen Jahren war positiv. So sind Eltern dankbar für die Hinweise und Anregungen, die sie bei ihrer Medienerziehung unterstützen.

Der diesjährige Auftakt für die Verteilung von „FLIMMO“ und „Internet-ABC“ findet am Samstag, 4. November 2017 in der Eisenacher Mosewaldschule statt. Die Schülerinnen und Schüler kommen gemeinsam mit ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern in die Schule und erfahren beim Eltern-Schüler-Medientag viele Dinge, die für den Gebrauch der unterschiedlichsten Medien wichtig sind, ob sie nun digital oder traditionell angeboten werden.

Viele nutzen inzwischen schon im Grundschulalter ganz selbstverständlich das Internet. Eltern sehen das unterschiedlich – von aufgeschlossen bis kritisch. Vor Fragen wie: „Wieviel Zeit sollte mein Kind mit Medien verbringen? Ab welchem Alter kann ein bestimmtes Computerspiel genutzt werden? Welche Sendungen im Fernsehen sind für mein Kind geeignet oder welche sollte es lieber nicht ansehen?“ oder „Sollte mein Kind schon allein im Internet surfen?“ stellen viele Eltern.

TLM-Direktor Jochen Fasco betont: „Das Internet hat schon bei Grundschülern eine hohe Bedeutung. Die Vermittlung von Internetkompetenz, der kritische Umgang mit Geräten, Apps und vor allem den Inhalten im Netz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen mit den Kindern nur zusammen bewältigen können.“

Hinweise:

Was ist FLIMMO?

Kinder mögen das Fernsehen. Es gehört zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. Erwachsene sind häufig unsicher, was Kinder bedenkenlos sehen können und was ihnen vielleicht Probleme bereitet. In der Broschüre „FLIMMO“ und auch online unter www.flimmo.de oder über die App können sich Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen schnell und aktuell darüber informieren, welche Sendungen Kinder mögen, worauf diese achten und was für sie heikel sein kann. Den FLIMMO gibt es mittlerweile bereits seit 20 Jahren.

Was ist Internet-ABC?

Die werbefreie Plattform Internet-ABC (www.internet-abc.de) erleichtert Kindern, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen den Einstieg ins Internet. Auf ihr finden sich Tipps für einen sicheren, sinnvollen und kreativen Umgang mit dem Internet. Verständlich erklärt wird Wissenswertes über Suchmaschinen, Chats, Computerspiele, E-Commerce, Filtersoftware und Jugendschutz. Die Eingangsseite ist in zwei Bereiche aufgeteilt, in ein spielerisches Angebot für Kinder und ein informatives Angebot für Eltern.