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Netzwerkarbeit

Netzwerkarbeit in Thüringen

In einer digital vernetzten Gesellschaft stellt sich Medienkompetenzvermittlung als eine Querschnittsaufgabe aller in der Bildung agierenden Initiativen und Einrichtungen dar. In gleichem Maße, wie digitale Medien in alle Lebensbereiche des Aufwachsens und Alltags hineinwirken und sich gegenseitig dynamisieren, besteht für die von diesen Tendenzen betroffenen Einrichtungen die Aufgabe, diese aufzunehmen, zu bewerten und zu handeln. Handeln bedeutet in diesem Fall vor allen Dingen vernetzt zu handeln.

Für die TLM bedeutet das, starke und verlässliche Partnerin in Netzwerken der Medienbildung in Thüringen zu sein. Sie bringt ihre Kompetenzen in den fachlichen Austausch, in die Entwicklung von Kooperationen und innovativen Handlungsansätzen ein und versteht sich als Unterstützerin zur Etablierung von Medienbildung in der Gesellschaft. Zur Intensivierung der Netzwerkarbeit hat die TLM Kooperationsvereinbarungen mit dem Thüringer Bildungsministerium, dem Thüringer Sozialministerium, dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien, dem Landespräventionsrat Thüringen, der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen und dem Kinderschutzbund Landesverband Thüringen geschlossen.

Landeskooperationsvereinbarung

2017 wurde die Landeskooperationsvereinbarung zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Medienkompetenz in Thüringen von mehreren Ressorts, der Thüringer Staatskanzlei, einer Reihe von landesweiten Institutionen sowie der TLM unterzeichnet. Um die Entwicklung der Medienbildung im Freistaat zu intensivieren, sollen die unterschiedlichen Angebote der Partner noch intensiver verzahnt und auf den digitalen Wandel der Gesellschaft ausgerichtet werden.

Landeskooperationsvereinbarung

Digitalstrategie Thüringer Schule

2018 hat die Thüringer Landesregierung die „Digitalstrategie Thüringer Schule“ beschlossen. In dieser wird definiert, wie und nach welchen Grundsätzen die weitere Digitalisierung der Schulen in den kommenden Jahren erfolgen soll. Die Strategie soll aufbauend auf dem von der Landesregierung beschlossenen Papier in einem Dialogprozess inhaltlich weiter ausgestaltet werden. Im Rahmen dieses Dialogprozesses ist die TLM Mitglied in den Arbeitsgruppen „Digitale Didaktik“ und „Medienbildung“.

Digitalstrategie Thüringer Schule

Landesfamilienförderplan

In Zusammenarbeit mit dem Landesfamilienrat wurde 2020 erstmals ein Landesfamilienförderplan für Thüringen erstellt. Grundlage hierfür ist das 2019 novellierte Thüringer Familienförderungssicherungsgesetz. Zuvor wurde von Anfang März bis Anfang Mai 2020 erstmalig eine thüringenweite Online-Familienbefragung durchgeführt, um mehr über die Bedürfnisse von Familien und älteren Menschen im Freistaat zu erfahren. Die Ergebnisse der Befragung wurden durch das Thüringer Familienministerium ausgewertet und sind in die Erarbeitung des Landesfamilienförderplans eingeflossen. Die TLM ist Mitglied im Landesfamilienrat und leitet inhaltlich die Arbeitsgruppe „Digitale Bildung“.

Landesfamilienförderplan

Thüringer Digitalstrategie

Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche. Deshalb hat sich die Landesregierung mit der Thüringer Digitalstrategie das Ziel gesetzt, ressortübergreifend die relevanten Bereiche der Digitalisierung zu betrachten und Handlungsfelder zu definieren. Ein Leitthema der Thüringer Digitalstrategie ist „Bildung und Forschung digital“. Im 2021 intensiv geführten Diskursprozess hat die TLM in den Digitalwerkstätten „Digitaler Kompetenzaufbau von Kindern und Jugendlichen“, „Digitaler Kompetenzaufbau bei Erwachsenen“ und „Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe“ mitgewirkt.

Thüringer Digitalstrategie

Medienkompetenznetzwerk Thüringen

Das Kindermedienland Thüringen verfügt über eine facettenreiche medienpädagogische Landschaft mit zahlreichen unterschiedlichen Initiativen. Im Medienkompetenznetzwerk Thüringen sollen diese Einrichtungen zusammengeführt und verschiedene Kooperationen intensiviert und erweitert werden. Das Thüringer Medienkompetenznetzwerk wurde 2008 auf Initiative der TLM und des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien ins Leben gerufen und wird seit 2015 von der GMK-Landesgruppe Thüringen intensiv unterstützt. Ziel ist es, in Thüringen vorhandene Ressourcen im Bereich der Stärkung und Förderung von Medienkompetenz zu ergründen, zu bündeln sowie stärker und effizienter zu verbinden. Nach aktiver Fachgruppenarbeit sowie medienpädagogischer Fachtagungen in den Anfangsjahren werden seit fünf Jahren die Thüringer Aktionstage für Medienbildung durchgeführt.

NETZWERKARBEIT IN DEUTSCHLAND

Themen mit übergeordneter Relevanz werden von den Landesmedienanstalten gemeinsam koordiniert und bearbeitet. Auf diese Weise können größere bundesweit wirksame Projekte wie beispielsweise „FLIMMO – Programmberatung für Eltern“, „Internet-ABC“, „juuuport“ oder „handysektor“ längerfristig realisiert und Synergien auch für regional orientierte Projekte genutzt werden.

Logo Flimmo (PNG)

Flimmo

FLIMMO ist ein Elternratgeber für TV, Streaming, YouTube und Kino. FLIMMO möchte Eltern unterstützen, bei der Fülle an Angeboten den Überblick zu behalten und altersgerecht auszuwählen. Die Ampel zeigt auf einen Blick, ob ein Film, eine Serie oder ein YouTube-Kanal für Kinder geeignet ist oder nicht – und wenn ja, ab welchem Alter. Pädagogische Einschätzungen machen deutlich, was Kindern an einem Film oder einer Serie gefällt, was problematisch sein kann und worauf Eltern besonders achten sollten.

FLIMMO
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Internet-ABC

Wissen, wie’s geht! – Das Internet-ABC ist ein spielerisches und sicheres Angebot für den Einstieg ins Internet. Als Ratgeber im Netz bietet es konkrete Hilfestellung und Informationen über den verantwortungsvollen Umgang mit dem World Wide Web. Die werbefreie Plattform richtet sich mit Erklärungen, Tipps und Tricks an Kinder von fünf bis zwölf Jahren, Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen.

Internet-ABC
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juuuport

JUUUPORT ist eine bundesweite Online-Beratungsplattform, an die sich Jugendliche wenden können, wenn sie Probleme im Netz haben, beispielsweise gemobbt oder abgezockt werden. Auf JUUUPORT.de bekommen sie Hilfe von den JUUUPORT-Scouts. Diese sind zwischen 15 und 21 Jahre alt, ihre Beratung ist anonym und kostenlos.

JUUUPORT.de
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handysektor

Der handysektor ist eine unabhängige Anlaufstelle für den digitalen Alltag von Jugendlichen – mit vielen Tipps, Informationen und auch kreativen Ideen rund um Smartphones, Tablets und Apps. Das Angebot unterstützt Jugendliche bei Fragen oder Problemen mit digitalen Medien, so dass sie selbst kompetent entscheiden können, wie sie mit digitalen Medien umgehen wollen.

handysektor.de
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Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs)

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) erhebt seit 1998 unabhängige Basisdaten zum Medienumgang von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die repräsentativen Studien des mpfs (JIM-/KIM-/miniKIM-/FIM-/SIM-Studie) dienen als Diskussions- und Arbeitsgrundlage für Medienpädagogik, Politik und Bildungseinrichtungen – für alle die mit Kindern und Jugendlichen zusammenleben und arbeiten.

Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest
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Medienkompetenzbeauftragter der Landesmedienanstalten

Jochen Fasco, Direktor der TLM, ist seit 2020 Medienkompetenzbeauftragter der Landesmedienanstalten, um der zunehmenden Bedeutung von Medienkompetenz in der digitalen Welt gerecht zu werden und die bundesweite Kooperation und Vernetzung zu vertiefen. Jochen Fasco vertritt die Landesmedienanstalten im Beirat der Stiftung Digitale Spielekultur und im Kuratorium der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK).

die medienanstalten
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Cover Fakt oder Fake?

Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht

„Fakt oder Fake?“ (2022)

Freie und unabhängige Medien leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der Demokratie. Sie sind Vermittelnde und Hütende, indem sie das gesellschaftliche Zusammenleben beobachten, über diese Beobachtungen informieren, Diskurse anstoßen und Entwicklungen kritisch begleiten. Phänomene wie Fake News, Desinformation und Verschwörungstheorien in den Medien haben nicht zuletzt in Zeiten der Pandemie deutlich an Relevanz vor allem innerhalb sozialer Netzwerke gewonnen. Die Medienaufsicht bewegt sich in einem permanenten Spannungsfeld zwischen Jugendschutz und Meinungsfreiheit. Beide Rechtsgüter haben Verfassungsrang und müssen in jedem Einzelfall sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Hier setzt dieser Bericht an: Er bietet wissenschaftliche Einordnungen zu aktuellen Fragestellungen zu den Themen Desinformation, Fake News und Verschwörungstheorien und bietet Einblicke in die Regulierungspraxis der Landesmedienanstalten. Deutlich werden die Medienbildungsaktivitäten aufgezeigt und exemplarisch Projekte, Qualifizierungsmaßnahmen sowie Beratungsangebote vorgestellt, die die Landesmedienanstalten gemeinsam und in eigener Verantwortung vor Ort leisten, um eine aufgeklärte und kompetente Mediennutzung milieu- und generationsübergreifend zu erreichen.

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Cover "Der Ton wird härter. Hass, Mobbing und Extremismus"

„Der Ton wird härter. Hass, Mobbing und Extremismus“ (2019)

Phänomene wie Hass, Mobbing und Extremismus in den Medien haben an Relevanz gewonnen. Die Landesmedienanstalten beobachten hierbei Grenzverschiebungen, die problematisch sind. Der Bericht bietet eine Übersicht über die Fragestellungen zum Thema Hass, Mobbing und Extremismus und stellt Maßnahmen zum Jugendmedienschutz und Präventionsaspekte zur Medienbildung der Landesmedienanstalten vor.

„Der Ton wird härter..."
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Cover Medienkompetenzbericht 2015/16

Medienkompetenzbericht 2015/16

Der Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten 2015/16 bietet eine fundierte Übersicht sowohl über bundesweite als auch landesspezifische Projekte im Bereich der Medienkompetenzförderung. Damit zeigt er kompakt und leicht verständlich konkrete Angebote und Hilfestellungen für die Medienerziehung und -bildung von Kindern und Jugendlichen auf - vom Internet über den Umgang mit Handys und Smartphones bis hin zu klassischen Medien wie Zeitung und Fernsehen.

Medienkompetenzbericht 2015/16
Logo klicksafe (JPG)

EU-Initiative klicksafe

Mit dem europäischen Projekt „klicksafe“, das in Deutschland von zwei Landesmedienanstalten durchgeführt wird, steht ein differenziertes Präventionsangebot mit Materialien für Eltern und pädagogische Fachkräfte zur Verfügung, das den gesamten Bereich der Chancen und Risiken der Internetnutzung abbildet. Die Landesmedienanstalten sind auf Bundesebene wie im europäischen Kontext wichtige Ansprechpartner für Fragen der sicheren und reflektierten Mediennutzung. Darüber hinaus beteiligen sie sich am politischen Diskurs über Fragen der Medienentwicklung und Medienbildung.

Die EU-Initiative klicksafe ist eine Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet und neuen Medien im Auftrag der Europäischen Kommission. Die Initiative klicksafe hat den Auftrag, Internetnutzerinnen und -nutzern die kompetente und kritische Nutzung von Internet und neuen Medien zu vermitteln und ein Bewusstsein für problematische Bereiche dieser Angebote zu schaffen. Dabei hat die Arbeit von klicksafe ihre Schwerpunkte auf zwei Hauptpfeilern: Inhalte und Qualifikation sowie Marketing und Kampagne.

Klicksafe
Logo Safer Internet Day

Safer Internet Day (SID)

Seit 2004 findet jährlich im Februar der internationale Safer Internet Day (SID) statt. Mittlerweile ist der internationale Aktionstag ein wichtiger Bestandteil im Kalender für alle, die sich für Online-Sicherheit und ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche engagieren. Weltweit wird der SID vom europäischen Insafe-Netzwerk im Rahmen des DIGITAL-Programms der Europäischen Kommission koordiniert. In Deutschland koordiniert die EU-Initiative klicksafe den Aktionstag und ruft dazu auf, sich mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen am SID zu beteiligen.

Safer Internet Day 2022
Logo ERGA

European Regulators Group for Audiovisual Media Services (ERGA)

Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, ist als Europabeauftragter der Landesmedienanstalten aktuell ERGA-Vorsitzender (European Regulators Group for Audiovisual Media Services). Das gegenwärtige ERGA-Programm sieht als einen Schwerpunkt das Thema Media Literacy vor. Die Umsetzung erfolgt über die zugehörige Action Group.

Übergeordnetes Ziel der Arbeit der Action Group ist es, im Rahmen der Umsetzung der AVMD-Richtlinie sowie in weiteren Fragen im Zusammenhang mit audiovisuellen Mediendiensten, die in die Zuständigkeit der Kommission fallen, allen EU-Bürgerinnen und -Bürgern eine faire und selbst bestimmte Nutzung digitaler Medien zu ermöglichen. Mit Blick auf eine adäquate Umsetzung liegt das Hauptaugenmerk der Arbeit der Action Group auf:

• der Unterstützung der Kommission bei der Entwicklung einer Toolbox für Videosharing Plattforms (VSPs),

• der Entwicklung von Kriterien zur Ermittlung von best-practice Media Literacy-Initiativen,

• der Identifizierung von best-practice Media Literacy-Initiativen für Regulierer, die zur Nachahmung genutzt werden könnten.

ERGA