04.08.2026

Minister Kummer in der TLM

Thüringen | Allgemeine Medienthemen

Drei Männer und zwei Frauen sitzen an einem Besprechungstisch und reden

v. l. Jochen Fasco, Tom Wetzling, Tilo Kummer, Dr. Ute Zacharias und Kirsten Kramer (JPG/Copyright TLM)

Thüringer Landesmedienanstalt und Umweltminister Tilo Kummer im Austausch über KI, Medienvielfalt und digitale Öffentlichkeit

Die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) auf die Mediengesellschaft, die Bekämpfung von Desinformation sowie die Zukunft des Medienstandorts Thüringen waren am 4. August 2026 Themen beim Besuch des Thüringer Ministers für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten, Tilo Kummer, in der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM). Minister Kummer wurde von dem Direktor der TLM, Jochen Fasco, der Vorsitzenden der TLM-Versammlung, Dr. Ute Zacharias, sowie der stellvertretenden Direktorin, Kirsten Kramer, begrüßt.

Diskutiert wurden die tiefgreifenden Veränderungen der digitalen Mediengesellschaft. Dabei standen die veränderte Mediennutzung, die zunehmende Verbreitung von Desinformation, Hassrede und Verschwörungsmythen sowie die Chancen und Herausforderungen von Anwendungen Künstlicher Intelligenz im Fokus. Ein weiterer Schwerpunkt war die wachsende Bedeutung großer Plattformen und Suchalgorithmen für die öffentliche Meinungsbildung.

„Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft grundlegend. Umso wichtiger ist es, Medienvielfalt, Meinungsfreiheit und verlässliche Informationen auch in Zeiten von KI und Plattformökonomie zu sichern“, betonte TLM-Direktor Jochen Fasco.

Minister Kummer hob die Bedeutung eines sachlichen und faktenbasierten öffentlichen Diskurses hervor: „Gerade bei Umwelt-, Klima- und Energiethemen erleben wir eine starke Polarisierung in digitalen Öffentlichkeiten. Medienkompetenz und vertrauenswürdige Informationsangebote sind entscheidende Voraussetzungen, um gesellschaftliche Debatten konstruktiv zu führen.“
Ein weiterer Themenblock befasste sich mit der Entwicklung des Medienstandorts Thüringen. Dabei wurden die Bedeutung regionaler Qualitätsmedien, die Rolle von Bürgerradios und Lokalfernsehen für die lokale Meinungsvielfalt sowie die Sicherung einer zuverlässigen Infrastruktur für Rundfunkangebote erörtert.

Vereinbart wurde, den Dialog über die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Gesellschaft, Demokratie und nachhaltige Entwicklung fortzusetzen.