21.04.2026

„Hör mal im Museum“

Medienbildung

Kinder und Erwachsene stehen in einer Zweierreihe hinter der Hörstation

Projektbeteiligte „Hör mal“ zur Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis (JPG/Copyright TLM)

Hörstation zur Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis

51. Audioguide von Kindern für Kinder im Projekt „Hör mal im Museum“

Auf der diesjährigen Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis wird Geschichte hörbar. Die Gäste erwartet ein besonderes Erlebnis. Im Lunapark präsentiert die Hörstation das medienpädagogische Projekt „Hör mal im Museum“. Dieses wird von der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) gemeinsam mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen im Freistaat realisiert. Mit der Sonderform „Hör mal im Garten“ wurden in den letzten Jahren auch zahlreiche Parks und Landschaftsgärten einbezogen.

Am 20. April 2026 stellten die Projektbeteiligten die Geschichte von „Tüffers Garten“ aus der Perspektive von Kindern vor. Die Audiobeiträge wurden von der 6. Klasse des Staatlichen Gymnasiums „Marie Curie“ Worbis mit medienpädagogischer Unterstützung von Radio ENNO aus Nordhausen erarbeitet. Im Mittelpunkt steht das Wirken des Leinefelder Arztes Dr. Paul Tüffers, der hier einst mit großer Leidenschaft eine vielfältige Gartenanlage mit zahlreichen Baumarten schuf.

Das Projekt „Hör mal im Museum“ verbindet historische Orte, Schulen und Medienpartner mit dem Ziel, Geschichte lebendig und zugänglich zu vermitteln. Schülerinnen und Schüler recherchieren historische Themen, entwickeln eigene Texte und produzieren daraus Audiobeiträge – von Hörgeschichten über Interviews bis hin zu kleinen Hörspielen. So entstehen neue Perspektiven auf Orte und ihre Geschichte von Kindern für Kinder.

Die Hörstation auf der Landesgartenschau ist einer von insgesamt 51 Audioguides. Bei einer akustischen Entdeckungsreise laden sie dazu ein, Museen, Parks und historische Orte neu zu erleben und die Vielfalt Thüringens mit den Ohren zu erkunden. 

Nachhaltiges Lernen und kreative Medienarbeit
„Hör mal im Museum“ ist mehr als nur Audioguides: Es ist ein nachhaltiges Bildungsprojekt, das schulisches Lernen mit außerschulischen Lernorten verbindet. Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren setzen sich intensiv mit regionaler Geschichte auseinander und gestalten daraus eigene Medienprodukte. Dabei durchlaufen sie alle Phasen der Audioproduktion – von der Recherche über das Schreiben bis hin zur Aufnahme und Bearbeitung.

Das Projekt stärkt die Verbindung zur eigenen Heimat und fördert die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Museen und weiteren Partnern. Gleichzeitig eröffnet es jungen Menschen neue kreative Ausdrucksmöglichkeiten und vermittelt wichtige Medienkompetenzen.

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