v. l. Dirk Löther, Jochen Fasco (Copyright TLM, jpg)
LKA-Präsident Löther zu Gast in der Thüringer Landesmedienanstalt
Am 22. Juli 2026 besuchte Dirk Löther, der neue Präsident des Landeskriminalamts (LKA) Thüringen, die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) in Erfurt. Der Antrittsbesuch diente dem persönlichen Kennenlernen sowie dem Austausch über die künftige Zusammenarbeit beider Institutionen.
Bei dem intensiven Gespräch zwischen LKA-Präsident Dirk Löther und TLM-Direktor Jochen Fasco standen die aktuellen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Welt im Vordergrund. Beide Seiten erörterten dabei die veränderten Anforderungen an die Gefahrenabwehr und Medienaufsicht im Netz. Besprochen wurden u. a. die Kooperation der TLM mit dem Bundeskriminalamt und dem Landeskriminalamt sowie die Kooperation mit der EU-Kommission und den Landesmedienanstalten im Hinblick auf systemische Rechtsverletzungen großer internationaler Online-Plattformen.
Die TLM informierte darüber, dass sie bei ihrer gesetzlich vorgesehenen Aufsicht im Internet auch moderne technologische Unterstützung durch Künstliche Intelligenz einsetzt. Dazu gehört das KI-System KIVI, das automatisiert potenziell unzulässige Inhalte und Rechtsverstöße aufspürt und für die Bewertung durch Medienanstaltsmitarbeitende aufbereitet, um gezielt gegen Hassrede, Desinformation und Verstöße im Netz vorzugehen.
Der Direktor der TLM, Jochen Fasco, hob im Verlauf des Treffens hervor, dass eine enge Verbindung von Medienaufsicht, Prävention und strafrechtlicher Verfolgung ein Schlüssel ist, um verlässliche Strukturen für eine freie und sichere Kommunikationskultur im digitalen Raum zu gewährleisten.
LKA-Präsident Dirk Löther betonte, dass die Herausforderungen durch unzulässige Inhalte und Kriminalität im Digitalen kurze Wege, den Einsatz moderner Methoden und ein abgestimmtes Zusammenwirken aller zuständigen Stellen verlangen.