Foto (TLM): v. l. Michael Panse, Jochen Fasco
Besuch von Michael Panse in der Thüringer Landesmedienanstalt
Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) hat am 08. Januar 2026 Michael Panse, den Beauftragten der Thüringer Landesregierung für jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus, zu einem Austausch empfangen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Herausforderungen durch Hass, Hetze und antisemitische Inhalte im Internet sowie die Bedeutung präventiver Medienbildung für eine wehrhafte demokratische Gesellschaft.
Die TLM engagiert sich seit vielen Jahren sowohl repressiv als Aufsichtsbehörde als auch präventiv durch vielfältige medienpädagogische Angebote gegen Hassrede, Desinformation und extremistische Inhalte im Netz. Dazu gehören unter anderem die konsequente Verfolgung von Rechtsverstößen in Online-Medien, die Mitarbeit in bundesweiten Verfahren der Medienaufsicht sowie umfangreiche Maßnahmen der Medienbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Sensibilisierung für antisemitische Narrative und Codes in digitalen Medien. Die TLM ist Mitglied der Arbeitsgruppe Antisemitismus des Thüringer Landespräventionsrats und bringt dort ihre medienfachliche Expertise insbesondere zu Erscheinungsformen von Antisemitismus im Internet und in sozialen Netzwerken ein.
Michael Panse würdigte das Engagement der TLM: „Antisemitismus begegnet uns heute in vielen Fällen nicht offen, sondern in subtilen, medial vermittelten Formen – insbesondere im Netz. Die Arbeit der TLM ist deshalb von großer Bedeutung, weil sie Aufsicht, Prävention und Bildung miteinander verbindet. Diese Kombination ist entscheidend, um antisemitischen Einstellungen frühzeitig entgegenzuwirken und demokratische Werte zu stärken.“
Auch TLM-Direktor Jochen Fasco hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: „Der Kampf gegen Hass, Hetze und Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur im engen Schulterschluss verschiedener Akteure gelingen kann. Der Austausch mit Michael Panse bestärkt uns darin, unsere medienpädagogischen und aufsichtsrechtlichen Aktivitäten weiter auszubauen und antisemitismuskritische Perspektiven noch stärker in unsere Arbeit zu integrieren.“
Im Rahmen des Besuchs wurden auch aktuelle und geplante Projekte der TLM vorgestellt, darunter medienpädagogische Programme zur Stärkung von Informations- und Nachrichtenkompetenz sowie Angebote zur Prävention von Hasskriminalität im digitalen Raum. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen und die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.