Foto (TLM): Jochen Fasco und Claudia Democh
Austausch mit TLM-Direktor über Bürgerbeteiligung, Künstliche Intelligenz und Medienbildung
Wie verändert die Digitalisierung die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern? Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz dabei? Diese Fragen standen heute im Mittel-punkt eines Gesprächs zwischen der neuen Bürgerbeauftragten des Freistaats Thüringen, Claudia Democh, und dem Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM), Jochen Fasco.
Im Austausch ging es um neue Möglichkeiten der Mitsprache und die Herausforderungen einer zunehmend digitalen Öffentlichkeit. Die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz macht es immer wichtiger, Informationen kritisch einzuordnen und digitale Angebote selbstbestimmt zu nutzen. Digitale Medienkompetenz ist da-für eine wesentliche Voraussetzung.
„Digitale Angebote können den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern und staatlichen Stellen erleichtern. Dafür müssen sie verständlich und zugänglich sein. Niemand darf von Beteiligung ausgeschlossen werden, weil die nötigen digitalen Kenntnisse fehlen, auch analoge Wege haben aktuell noch ihre Berechtigung“, erklärte Democh.
„Wer Menschen zur Beteiligung ermutigen will, muss sie auch im Umgang mit digitalen Medien stärken. Gerade angesichts der rasanten Entwicklung von KI brauchen wir Angebote, die Orientierung geben und Menschen aller Generationen erreichen“, betonte Fasco.
Democh zeigte großes Interesse an den Aufgaben der TLM in der Rundfunk- und Internetwelt sowie an ihrer vielfältigen Arbeit zur Förderung von Medienkompetenz. Fasco erläuterte, wie die TLM Medienaufsicht und Medienbildung miteinander verbindet und damit zu einer informierten, selbstbestimmten Teilhabe beiträgt.
Ein weiteres Thema war die Finanzierung der TLM durch einen Anteil am Rundfunkbeitrag. Fragen zum Rundfunkbeitrag spielen in Bürgeranfragen immer wieder eine Rolle. Das Gespräch bot Gelegenheit, die Aufgaben der TLM und die Verwendung der Beitragsmittel für ihre Arbeit näher zu erläutern.