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Werbung und Sponsoring

Werbung ist für den privaten Rundfunk die wesentliche Einnahmequelle. Werbeformen in Rundfunkprogrammen sind insbesondere Werbespots, Teleshopping-Spots und Teleshopping-Fenster.

Um die Hörer und Seher vor übermäßiger und irreführender Werbung zu schützen, enthalten das ThürLMG, der RStV und der JMStV qualitative und quantitative Regelungen, die auch für das Teleshopping gelten. Die wichtigsten sind:

  • Werbung ist Wirtschaftswerbung. Unzulässig ist daher politische, weltanschauliche oder religiöse Werbung. In Wahlkampfzeiten haben die Parteien einen Anspruch auf eigene Sendezeiten.
  • Werbung oder Werbetreibende dürfen das Programm weder inhaltlich noch redaktionell beeinflussen.
  • Werbung muss eindeutig vom Programm getrennt sein (Trennungsgebot).
  • Schleichwerbung ist unzulässig, ebenso der Einsatz unterschwelliger Techniken.
  • Gottesdienste und Kindersendungen dürfen nicht unterbrochen werden, Informationssendungen nur, wenn sie mindestens 30 Minuten dauern und Filme nur in 45-Minuten-Abständen (bei 110 Minuten Dauer noch einmal).
  • Fernsehwerbung ist Blockwerbung, die nicht unter 20 Minuten aufeinander folgen soll. Einzelspots bilden die Ausnahme.
  • Die Werbung darf insgesamt 20 Prozent der täglichen Sendedauer nicht überschreiten und die Spots nicht 20 Prozent innerhalb einer Stunde.

Für Teleshopping-Fenster in Rundfunkprogrammen gelten besondere Regelungen. Das Fenster muss klar als solches erkennbar sein und mindestens 15 Minuten dauern. Zulässig sind 8 Fenster pro Tag, die zusammen nicht mehr als 3 Stunden dauern dürfen.

Eine weitere Einnahmequelle für den privaten Rundfunk ist das Sponsoring. Der Sponsor trägt zur Finanzierung der Sendung bei. Dieser erhält dafür das Recht, am Anfang und am Ende mit seinem Namen, Emblem oder Produkt genannt zu werden. Sponsoring ist unzulässig bei Informationssendungen und darf nicht Verkaufszwecken dienen.

Die Werberegeln des Rundfunkstaatsvertrags werden durch die Gemeinsamen Werberichtlinien der Landesmedienanstalten konkretisiert. Bei Verstößen können Beanstandungen ausgesprochen oder Bußgelder (mit Gewinnabschöpfung) verhängt werden.