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Auf dieser Seite finden Sie die Preisträger des Rundfunkpreises Mitteldeutschland 2017 – Fernsehen. 

Die Fotos (Fotograf: Markus Fröhner) sind in druckfähiger Auflösung hinterlegt (Rechte Maustaste "Bild/Grafik speichern unter").

Kategorie "Bester Beitrag/Bestes Porträt"

1. Preis (2.500 Euro)

Marco Gasparic und Jakob Schäfer, "Beste Özcelebi - Gegenwartsmusik", Leipzig Fernsehen

Es knirscht und quietscht und klingt. Neue Musik geht vielleicht nicht immer leicht ins Ohr. Sie ist schräg und anders als das, was wir sonst hören – aber sie fasziniert. Das beweisen die Autoren Marco Gasparic und Jakob Schäfer mit ihrem Portrait über die türkische Musikerin und Komponistin Beste Öczelebi allemal. Das Stück zeigt die von Umwegen gezeichnete Lebensgeschichte einer jungen Frau, die ihre Heimat verlassen musste, um sich musikalisch entwickeln und verwirklichen zu können. Spannende und abwechslungsreiche Bilder werden durch die Musik veredelt. Die Autoren verweben die Hingabe zur Kunst geschickt mit der politischen Dimension, die etwas darüber erzählt, wie wir in Deutschland leben können und wollen. Das spiegelt Weltoffenheit und ein Gespür für die Themen unserer Zeit wider. Ein herausragender Beitrag, der Applaus verdient.

Nominierte Beiträge (jeweils 500 Euro)

Sophia Matthes, "America first, Dresden second", Dresden Fernsehen

und

Ute Becker, "Mobbing ist Scheiße – REPortage über Workshop", Punktum Fernsehen, Hettstedt

Foto: Preisträger mit Laudator Staatsminister Dr. Fritz Jaeckel, Chef der Sächsischen Staatskanzlei


Kategorie "Beste Moderation"

1. Preis (2.000 Euro)

Susann Spiwoks und Kathy Reichenbach,  "60plusminus ", Leipzig Fernsehen

Mit gut komponierten Bildeinstellungen und einer ruhigen Kameraführung vermittelt diese Werbung für das Magazin 60plusminus eine positive Grundstimmung und ist damit ein gelungener Spot, der definitiv die Zielgruppenansprache erfüllt. Die Generation 60plus wird mit diesem Werbefilm weder in die Ecke 'Alt ' gestellt, noch krampfhaft auf 'Jung ' getrimmt, sondern einfach mit den richtigen Worten und ohne das Bemühen von Klischees 'abgeholt'. Sehr gut.

auf dem Foto: Preisträger mit Jürgen Doetz, Vizepräsident des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft e.V. ‒ ZAW und stv. Vorsitzender des Deutschen Werberates

Nominierte Beiträge (jeweils 500 Euro)

Heike Hultsch, "Radschlag Comic Werbespot", Chemnitz Fernsehen

und

Tina Kühne, Kevin Lachmund, Lisa Reber und Alexander Pförtsch, "Sprücheklopfer", TV Halle

Foto: Preisträger mit Laudator Jürgen Doetz, Vizepräsident des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft e.V. ‒ ZAW und stv. Vorsitzender des Deutschen Werberates


Kategorie „Beste Nachricht im Fernsehen (NiF)"

1. Preis (1.500 Euro)

Katrin Taubert, "Tante Emma 2017",  SRF-Südthüringer RegionalFernsehen, Sonneberg

Vielerorts sind die oft thematisierten Strukturveränderungen des ländlichen Raumes längst Realität: Die Bewohner werden immer älter, Kultur- und Versorgungsangebote werden dezimiert. Diese Nachricht greift das Thema auf und kann es in einen positiven, lösungsorientierten Kontext einbetten. Sie berichtet über einen Unternehmer mit einer neuen Geschäftsidee, einem mobilen "Tante-Emma-Laden", der in der thüringischen Rhön von Ort zu Ort fährt und damit älteren, wenig mobilen Menschen wieder die Möglichkeit gibt, selbstbestimmt ihre Einkäufe zu erledigen. Die Nachfrage übertrifft die Erwartungen der Geschäftsleute und macht eines deutlich: Eine solche Einkaufsmöglichkeit erhöht die Attraktivität vor Ort und hat auch eine hohe kommunikative Funktion. Liebevoll und mit viel Verständnis berichtet diese Nachricht davon, nimmt viele O-Töne auf und kann gut die Bedürfnisse der ländlichen Bevölkerung herausarbeiten. Der Bericht hat die Jury bewegt – sowohl hinsichtlich des Inhaltes, als auch hinsichtlich der Form.

Nominierte Beiträge (jeweils 250 Euro)

Attila Dabrowski, "Feldbrand", TV Halle

und

Natascha Hofmann, "Größtes Diebeslager aller Zeiten ausgehoben", Dresden Fernsehen

Foto: Preisträger mit Ine Dippmann, Vorsitzende des Vorstandes Deutscher Journalistenverband ‒ DJV Sachsen


Kategorie: Sonderthema "Europa und die Region"

dotiert mit 1.000 Euro 

Ulrike Hausmann, "Chemnitzer feiern Friedenstag",  Chemnitz Fernsehen

Der Film 'Chemnitzer feiern Friedenstag' dokumentiert verschiedene Aktionen an einem einzigen Tag in Chemnitz, die den Friedenswillen einer Stadt in Mitteldeutschland zeigen. Neben vielen weiteren Veranstaltungen werden beispielsweise in einer Ausstellung die Bilder des zerstörten Chemnitz nach dem Zweiten Weltkrieg und Aufnahmen aus aktuellen Kriegsgebieten gezeigt und damit den Betrachtern die grausamen Auswirkungen kriegerischer Auseinandersetzungen verdeutlicht. Die Autoren schildern alle Aktionen und berichten damit über das umfangreiche Programm der Stadt Chemnitz. Man bekommt einen guten Überblick über den 'Friedenstag' und dem beeindruckenden Engagement der Chemnitzer. Der Film macht betroffen und löst Emotionen aus ‒ ganz besonders, wenn Chemnitzer als Zeitzeugen aus dem Krieg berichten oder die Teilnehmer gemeinsam öffentlich 'dona nobis pacem' singen. Der Beitrag macht weiterhin klar, dass 'Gib uns Frieden' ein wichtiges europäisches Thema ist, sowohl innerhalb Europas, als auch weltweit. Und dass dieser europäische Frieden, wie wir ihn kennen, eine große, bei weitem nicht selbstverständliche Errungenschaft ist.

Foto: Preisträgerin mit Laudatorin Katharina Wolf, Vorsitzende der Europa-Union Sachsen 


Länderpreis Sachsen-Anhalt

Christian Kadlubietz, Alexander Kühne und Kevin Lachmund, "Sorgen im Südpark", TV Halle  (500 Euro)

Mit diesem Beitrag ist es gelungen, einen authentischen Eindruck von dem Dialog zu vermitteln, den die Stadtverwaltung Halle mit Bewohnern des Wohngebietes Südpark führt. Bestehende Probleme mit ausländischen Mitbewohnern werden ebenso ungeschönt angesprochen, wie beispielsweise die Verschmutzung von Spielplätzen. Einige Anwohner fanden drastische Worte für die bestehende Misere, andere haben versöhnliche Töne angeschlagen. Von der kontroversen Debatte wird ausgewogen berichtet, die emotional aufgeladene Atmosphäre wird durch die Auswahl von klaren Diskussionsbeiträgen nachvollziehbar. Die Position des Bürgermeisters wird sachlich den Ausführungen der Opponenten entgegengehalten. Die Jury lobt, dass dieser Beitrag einen realistischen Eindruck zu Problemsituationen von Kommunen gewährt und Impulse zum politischen Handeln vermittelt.

Foto: Preisträger mit Laudator Prof. Dr. Konrad Breitenborn,  2. Stellv. Vorsitzender der Medienanstalt Sachsen-Anhalt


Länderpreis Thüringen

Katrin Taubert, "Anja und Jule", SRF-Südthüringer RegionalFernsehen, Sonneberg (500 Euro)

Begründung der Jury: "Auch wenn dieser Beitrag eigentlich über ein trauriges Thema, der schweren chronischen Erkrankung von Anja Marten aus Recklinghausen berichtet, so stimmt er zuversichtlich und besticht durch seine Warmherzigkeit. Denn Anja hat Jule, eine Assistenzhündin, die nicht nur beeindruckendes leistet, sondern ihrem Frauchen auch eine große psychische Stütze ist. Sie öffnet einfach jedem das Herz. Diese Hündin war sogar der Grund, dass die M&I-Fachklinik, in der Anja bereits zum zweiten Mal behandelt wird, inzwischen ihre eigenen Regeln lockert und solchen Hunden erlaubt, die Patienten während ihres Aufenthaltes zu begleiten. Der Beitrag vereint gute Bilder, viele Informationen und berührende O-Töne – gleitet aber nie ins reißerische oder kitschige ab, sondern bleibt im besten Sinne objektiv und beobachtend. Sehr gut!

Foto: Stellvertreterin der Preisträgerin mit Laudatorin Kirsten Kramer, Stellvertr. Direktorin der TLM


Länderpreis Sachsen

Stephan Liebich, "Markus Retzlaff im Porträt", Radebeul-TV (500 Euro)

Dieser Beitrag präsentiert ein liebenswertes, überzeugendes Portrait des Radebeuler Künstlers Markus Retzlaff. Auf der Basis einer intensiven Recherche vollzieht sich in eigener Diktion und im Gespräch eine Annäherung an die Person und das Werk des Künstlers. Mit Sorgfalt leuchtet der Beitrag biografische Situationen und künstlerische Entwicklungsphasen Retzlaffs aus. Zudem gewinnt der Betrachter Einblicke in die Entstehung einer Druckgrafik. Passende Einstellungen ermöglichen es, alle einzelnen Arbeitsschritte nachzuvollziehen und an der Schaffensfreude des Künstlers teilzuhaben. Die Jury sieht in diesem Beitrag ein gelungenes und preiswürdiges Künstlerportrait.

Foto: Preisträger mit Laudatorin Grit Wißkirchen, Vizepräsidentin des Medienrates der SLM