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Prognosen zur Durchsetzung des Digitalradios

Mit Digital Audio Broadcasting (DAB) sollte das Radio digitalisiert, UKW abgelöst und neue Nutzungsmöglichkeiten (programmbegleitende und unabhängige Datendienste) eingeführt werden. Trotz vielfältiger, schon im Jahre 1995 einsetzender Bemühungen der Politik, Landesmedienanstalten, Veranstalter, Sendernetzbetreiber und Endgerätehersteller zahlreicher Akteure ist dem digitalen Radio bis heute keine nennenswerte Marktdurchdringung gelungen.

Im Auftrag der TLM gingen daher Wissenschaftler der TU Ilmenau in einer differenzierten Analyse der Frage nach, ob die Probleme bei der Durchsetzung von DAB unterschätzt wurden und warum. Sie stellten fest, dass die Prognosen sehr viel heterogener waren, als sie rezipiert wurden, jedoch in der Akzeptanz- und Nutzungsuntersuchung in Anlage, Wahrnehmung und Rezeption bereits auf die Markteinführung eines neuen, technisch für überlegen gehaltenen Systems ausgerichtet waren. Zudem hatte die in die Überprüfung einbezogenen Prognosen theoretische Defizite und in einigen Fällen auch methodische Mängel.

Die Gutachter folgern aus ihrer Untersuchung, dass derzeit weder eine Marktlösung noch eine politisch-administrative Lösung in der Lage ist, den DAB-Stillstand aufzuheben. Möglicherweise seien die erheblichen Kosten für die DAB-Einführung als unvermeidliche „Suchkosten“ auf dem Wege zu einer langfristigen Digitalisierung des Hörfunks abzubuchen.