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In unregelmäßigen Abständen geben die fünf ostdeutschen Medienanstalten gemeinsame Studien in Auftrag, die sich mit dem lokalen und regionalen Fernsehen in ihren Bundesländern beschäftigen. Hier sind die dazu veröffentlichten Publikationen.

 

Ortsnahes Fernsehen im Osten Deutschlands - Funkanalyse Ostdeutschland 2012 


Holger Liljeberg, Sindy Krambeer

VISTAS Verlag 2012, 296 S., ISBN 978-3-89158-579-5 € 21,- (D)

Seit einigen Jahren geben die fünf ostdeutschen Landesmedienanstalten gemeinsame Publikationen heraus, die sich mit dem lokalen und regionalen Fernsehen in ihren Bundesländern beschäftigen. Zuletzt erschien im Jahr 2010 der Band über die 'Akzeptanz und Bewertung des lokalen und regionalen Fernsehens in Ostdeutschland'. Im Auftrag der ostdeutschen Landesmedienanstalten führte die INFO GmbH Berlin im Zeitraum von September bis November 2011 und von Februar bis April 2012 insgesamt 33.304 Interviews durch. Bei dieser computerunterstützten telefonischen Befragung wurden die potenziellen Nutzer aller ortsnahen TV-Sender in den ostdeutschen Bundesländern erfasst. Zunächst erfolgte das unabhängig von den tatsächlichen technischen Reichweitenmöglichkeiten der Sender, danach wurden zielgerichtet die Haushalte angesprochen, in denen ortsnahes Fernsehen empfangen werden kann. Damit liegt eine seriöse, ganz Ostdeutschland umfassende Reichweitenerhebung vor, die in Qualität, Umfang und Nutzen für die TV-Veranstalter hervorragend ist. Die Ergebnisse der Funkanalyse 2012 liefern erstmals marktrelevant belastbare Werte und untermauern die Hinweise der Akzeptanzstudie von 2010. Für die ostdeutschen Medienanstalten ist die Funkanalyse 2012 ein wichtiger Hinweis dafür, dass sie die Angebote des lokalen Fernsehens in ihren Bundesländern als einen beachtlichen publizistischen Vielfaltsbeitrag bewerten können. Auch in absehbarer Zeit wird es von großem Interesse sein, wie sich die tatsächliche Nutzung und die Reichweiten des lokalen Fernsehens in Ostdeutschland entwickeln. Medienanstalten und Anbieter werden also auch weiterhin den Markt beobachten und ihre medienpolitischen Handlungsgrundlagen daraus entwickeln.

Andreas Czaplicki, Helga Weißbecker

VISTAS Verlag 2010 Frank & Timme Verlag Berlin 2008, 123 S., ISBN 978-3-89158-532-0 € 15,- (D)

Mit dem Buch 'Azeptanz und Bewertung des lokalen und regionalen Fernsehens in Ostdeutschland' legen die fünf ostdeutschen Landesmedienanstalten zum zweiten Mal die Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungsauftrages vor. Vor zwei Jahren konnte mit der publizierten Forschungsarbeit nachgewiesen werden, dass rund 80 Prozent aller Lokal-TV-Anbieter in Deutschland in den ostdeutschen Bundesländern beheimatet sind
und dass es sich mit dem ortsnahen Fernsehen dort um einen besonderen publizistischen Vielfaltsbeitrag handelt. Mit der neuen Studie des Institutes für Marktforschung, Leipzig wurde insbesondere die Zuschauerakzeptanz für lokales Fernsehen in den ostdeutschen Bundesländern analysiert. Dazu wurden in allen fünf Bundesländern Lokal-TV-Veranstalter mit einer technischen Reichweite von mindestens 10.000 angeschlossenen Haushalten in eine Befragungsaktion einbezogen. Darüber hinaus wurden in einzelnen Bundesländern auch Daten zu konkreten einzelnen Sendern erhoben. Ein Ergebnis der Studie ist dabei besonders auffällig: Die Akzeptanz, die Reichweite, die Nutzung und die Beliebtheit des lokalen Fernsehens ist in allen ostdeutschen Bundesländern sehr ähnlich – ebenso wie die wirtschaftliche Lage der Sender, ihre technischen Rahmenbedingungen und die Grundelemente ihrer Programmangebote. Der schon aus der Vielzahl der Sender angenommene publizistische Vielfaltsbeitrag lässt sich durch die Befragungen also auch inhaltlich klar bestätigen. Für das Mehr an lokaler Information sind die Zuschauer bereit, selbst eventuelle qualitative Einschränkungen zu akzeptieren, ja sie bewerten sogar ganz im Gegensatz zu anderen privaten Fernsehprogrammen Werbung im lokalen Fernsehen als sympathisch und wichtig. Weniger überraschend ist, dass der durchschnittliche Lokal-TV-Zuschauer eher etwas älter ist, überraschend dagegen schon, wie oft und wie gern das lokale Fernsehen gesehen wird. Für die fünf Landesmedienanstalten sind diese Ergebnisse ein weiterer Hinweis darauf, diesen wichtigen publizistischen Vielfaltsbeitrag in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit zu stellen und mit dafür zu sorgen, dass sich die schwierigen wirtschaftlichen Parameter für lokales Fernsehen nicht weiter verschlechtern.

Wolfgang Seufert, Wolfgang Schulz, Inka Brunn.

VISTAS Verlag 2008, 149 S., ISBN 978-3-89158-483-5 € 15,- (D)

Zum ersten Mal haben die fünf ostdeutschen Medienanstalten eine gemeinsame Studie in Auftrag gegeben, die sich ausschließlich mit einer spezifischen Frage zum Rundfunk auf dem Territorium der sogenannten neuen Bundesländer beschäftigt. Tatsächlich ergeben sich aus den länderspezifischen Untersuchungen zum lokalen Fernsehen in den ostdeutschen Bundesländern gravierende Unterschiede zur Situation im Westen Deutschlands. Die vorliegende Studie belegt, dass rund 80 % aller Lokal-TV-Anbieter in den ostdeutschen Bundesländern zu finden sind, obwohl die Bevölkerungsdichte und die Wirtschaftskraft doch eigentlich für ein gegenteiliges Verhältnis sprechen würden. Der publizistische Vielfaltsbeitrag ist hoch einzuschätzen, ebenso die Akzeptanz bei den Zuschauern - trotzdem ist die wirtschaftliche Lage mehr als nur schwierig. Ohne sich auf eine eindeutige und einzige Forderung zu reduzieren, bietet diese Studie Medienpolitikern in den ostdeutschen Landesregierungen sowie den Medienanstalten selbst breiten Raum für allerdings notwendige politische Diskussionen zum Erhalt und zum Ausbau publizistischer Vielfalt in ostdeutschen Bundesländern.