
Digital Audio Broadcasting (DAB) ist ein Standard zur digitalen terrestrischen Hörfunkverbreitung. In Abhängigkeit von der Quellcodierung lassen sich zwischen 6 bis 15 Hörfunkprogramme über einen DAB-Block (1,5 MHz-Raster) verbreiten. In Weiterentwicklung des Standards ist mit Digital Multimedia Broadcasting (DMB) auch die Verbreitung von Multimedia- und Video-Inhalten möglich. In Thüringen wurde DAB in 1995 eingeführt (siehe DAB-Pilotprojekt Thüringen). Ursprünglich wurde das L-Band genutzt, heute ist DAB im Frequenzblock K12 B im Regelbetrieb. Thüringen ist landesweit versorgt. Aufgrund der vorgegebenen geringen Sendeleistungen fehlt es an Gebäudeversorgung. In der digitalen Verbreitung finden sich aktuell MDR KLASSIK, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur. Die Sendeabdeckung in Deutschland liegt bei 80 Prozent. |
DAB+ |
| DAB-Pilotprojekt Thüringen In den Jahren 1993 bis 1995 zeichnete sich die politisch gewollte Einführung des digitalen terrestrischen DAB (Digital Audio Broadcasting) ab. Es soll nicht nur den Empfang verbessern, sondern auch gleichzeitig die Übertragungskapazitäten erhöhen und deren Kosten senken. Deshalb führte die TLM von 1996 bis 1998 zusammen mit der Deutschen Telekom AG ein Pilotprojekt durch, um Erkenntnisse über den praktischen Einsatz von DAB und die Entscheidung zu gewinnen, ob dieses neue Übertragungssystem in Thüringen im Regelbetrieb eingeführt werden soll. Die Erprobung erfolgte im L-Band. Wichtigste Erprobungsziele waren:
Im Abschlussbericht der TLM, als Band 8 der TLM-Schriftenreihe veröffentlicht ist, sind die Vorbereitungsarbeiten, der Verlauf und die Ergebnisse des Pilotprojekts zusammen gefasst und die wissenschaftliche Begleitforschung aufgeführt. Auf der Grundlage der im Pilotprojekt gewonnenen Erkenntnisse konnte im Januar 2000 der DAB-Regelbetrieb aufgenommen werden. |
Quelle: http://www.tlm.de/tlm/radio_tv/rundfunktechnik/DAB/index.php