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Radio + TV

Rundfunktechnik und Standards

In Thüringen können hunderte Fernseh- und Radiosender über Antenne, Kabel, Satellit oder auch das Internet empfangen werden. Nur ein Bruchteil von Ihnen kommt jedoch aus der Region oder beschäftigt sich mit lokalen Themen. Gerade sie sind jedoch von besonderem lokalem Interesse und sollen den Bürgern daher in guter Empfangsqualität zur Verfügung stehen.

Welche Programme konkret empfangen werden können, hängt nicht nur vom Übertragungsweg, also Antenne, Kabel oder Satellit, sondern auch von der Übertragungstechnik ab. Dabei ist nicht nur zwischen analoger oder digitaler Übertragung zu unterscheiden, es gibt auch noch eine Vielzahl von Standards und Codecs, die von den Empfangsgeräten beherrscht werden müssen.

Analog oder digital, Kabel oder Antenne – die geografische Lage und die technische Infrastruktur bestimmen noch immer, welche Programme wo und in welcher Qualität empfangen werden können.

Der Wandel von rein analogen zu digitalen Übertragungstechniken ist weit fortgeschritten. Seit Ende 2008 gibt es in Thüringen keinen analogen Fernsehempfang via Antenne mehr. Über seinen digitalen Nachfolger DVB-T können im Moment 11 öffentlich-rechtliche Sender empfangen werden.

Auch der UKW-Hörfunk sollte ursprünglich bis 2015 europaweit auf digitale Übertragungstechniken umgestellt werden. Wegen des permanenten Mangels an freien Frequenzen führt an diesem Wandel zum Digitalradio DAB auch kein Weg vorbei. Da sich dieser Standard bei den Verbrauchern (wegen des häufig nicht zu erkennenden Mehrwerts gegenüber UKW) aber noch nicht durchgesetzt hat, wird es wohl noch einige Jahre bei einer Parallelversorgung bleiben. Derzeit werden in Thüringen nur drei öffentlich-rechtliche Programme (MDR-Klassik, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur) im DAB-Ensemble Kanal 12 B verbreitet.

In den folgenden Abschnitten finden Sie einen Auszug der in Thüringen zur Verfügung stehenden Übertragungstechniken, zukunftsweisende Projekte aber auch technische Standards. Ein besonderes Augenmerk sei dabei auf das Internet gerichtet, das mit seiner Vielzahl an Standards und medienübergreifenden, teils sogar interaktiven Sende- und Empfangswegen gerade auch den lokalen und regionalen Rundfunkveranstaltern neue Möglichkeiten der Verbreitung, aber auch der Verankerung in der Region bietet. Mit dem Pilotprojekt „Mediathek Thüringen“ versucht die Thüringer Landesmedienanstalt hier ganz konkret, Senderreichweiten zu erweitern und den Anbietern einen Programmaustausch zu ermöglichen.