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Aktuelles/Service

Preisträger des Rundfunkpreises Mitteldeutschland 2007 - Fernsehen

Kategorie „Bester Beitrag“

Gerold Wucherpfennig, Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Thüringer Staatskanzlei, Kathy Reichenbach und Kollege, Mike Langer, Jan Weskott

1. Preis (2.500 Euro)
Kathy Reichenbach
Beitrag „30 Jahre Grünau“ gesendet vom Leipzig Fernsehen

In ihrem Beitrag erzählt Kathy Reichenbach über ihre Kindheit im Plattenbaugebiet Grünau, persönlich, poetisch und distanziert zugleich. Auch der eigentlich öde Ort hat eine Poesie. Das zeigt dieser Film mit Bildern, die an künstlerische Fotografie erinnern: Perspektiven, Schrägen, Anschnitte. Ein subjektiver und ehrlicher Beitrag mit einer beachtlichen Ästhetik, der vom Leben in unseren Städten erzählt.

Nominierte Beiträge (jeweils 500 Euro)
Jan Weskott
Beitrag „Der Fall David und die Pilze“ gesendet von Salve.TV Weimar
und
Mike Langer
Beitrag „Die Müllnichtrückwärtsabfuhr“ gesendet von tv.altenburg


Kategorie „Bestes Porträt“

Doris Weilandt, Ute Rang, Jurymitglied, Sascha Schwarte, Nadine Kremz

1. Preis (2.500 Euro)
Doris Weilandt
Beitrag „Form ohne Schnörkel - Spurensuche zum 30. Todestag des Künstlers Lothar Zitzmann“ gesendet von jena.tv

Künstler wie Lothar Zitzmann haben den Kulturraum zwischen Dresden, Erfurt und Magdeburg einmal mitgeprägt: Daran zu erinnern, ist ein prämierungswürdiger journalistischer Verdienst. Die Autorin tut das auf eine leise, aber sehr plausible Weise: ruhig im Erzählton, mit angemessenen Bildern und schönen Interviewpassagen mit der Witwe sowie einem früheren Kinder-Modell des Künstlers.

Nominierte Beiträge (jeweils 500 Euro)

Sascha Schwarte
Beitrag „Porträt R. Kushida“ gesendet von PTV, Pirna
und
Nadine Kremz
Beitrag „Gottfried Kohl“ gesendet vom eff3-Regionalfernsehen Freiberg


Kategorie „Bester Werbespot“

Jarno Müller, Christian Uhlmann, Gerd Köhler, Jurymitglied, Annette Kammel, Detlef Stiemer und Kollege

1. Preis (1.000 Euro)
Annette Kammel und Christian Uhlmann
Beitrag „Tanzschule Näder“ gesendet von jena.tv

Die Autoren haben einen Werbespot produziert, der durch die witzige Idee begeistert sowie durch seine Optik, aber vor allem durch den Rhythmus nachhaltig wirkt. Die melodiöse Betonung ist besonders hervorzuheben. Der Spot fordert regelrecht zum Mittanzen auf. Die kurz und mit einfachen technischen Mitteln vermittelte Werbebotschaft kommt beim Kunden an. Eine gelungene Einladung an Tanzbegeisterte in einer Minute und 11 Sekunden.

Nominierte Beiträge (jeweils 250 Euro)

Jarno Müller
Beitrag „Kaleidoskop“ gesendet von jena.tv
und
Detlef Stiemer
Beitrag „EleSAT“ gesendet vom Leipzig Fernsehen


Sonderkategorie „Was Hänschen nicht lernt ... – zur Ausbildungssituation von Jugendlichen“

Tina Kausch, Kersten May, IHK Südthüringen

gemeinsam unterstützt von der IHK Südthüringen, der IHK Ostthüringen und der IHK Erfurt (1.000 Euro)

Tina Kausch
Beitrag „Berufsbild Friseurin/Friseur“ gesendet von TV.Südthüringen

Die Autorin stellt in ihrem Beitrag den Friseurberuf vor. Sie begleitet zwei Auszubildende mit der Kamera. Obwohl es ihr nicht immer gelingt, die Anforderungen bei der Ausübung dieses Berufes realistisch wiederzugeben, ist die Art und Weise der Darstellung dennoch überzeugend gelungen. Mit der Ausstrahlung solcher und ähnlicher Beiträge unterstützen die lokalen Fernsehsender Jugendliche bei der Suche für sie geeigneter Berufe. Ein Engagement, das die Industrie- und Handelskammern begrüßen und das deren intensive Bemühungen zur Verbesserung der Ausbildungssituation wirkungsvoll begleitet.


Länderpreis Sachsen

Ursula-Marlen Kruse, Medienratsmitglied der SLM, Hans Küffner

Hans Küffner  (500 Euro)
Beitrag „Phantasievoll - Künstler und Erfinder Matthias Lorenz“ gesendet vom Vogtland Regional Fernsehen

Hans Küffner ist es gelungen, einen Künstler, der gleichzeitig auch ein Erfinder ist, facettenreich zu porträtieren. Der Besuch mit der Kamera hat sich gelohnt: Entstanden ist ein Beitrag, der durch die Darstellung von sächsischem Fleiß in Verbindung mit Ideenreichtum und unkonventioneller Umsetzung besticht. Die erzgebirgische Volkskunst auf diese Art und Weise modern zu interpretieren, ist bemerkenswert. Fazit: Ein landestypisches Thema ungewöhnlich in Szene gesetzt.


Länderpreis Sachsen-Anhalt

Martin Heine, Direktor der MSA, Jacqueline Franke

Jacqueline Franke (500 Euro)
Beitrag „Der Finder der Himmelsscheibe“ gesendet von TV Halle

Der erstaunlich unaufgeregte, aber erhellende Beitrag ist Henry Westphal gewidmet, dem Finder der nun im Landesmuseum Halle ausgestellten „Himmelsscheibe von Nebra“. Gezeigt wird sozusagen der Mensch hinter den Schlagzeilen. Schlagzeilen, die er selber ausgelöst hat. Dieser Film präsentiert ihn als einen etwas blauäugigen Sondengänger, mancher mag das naiv nennen, aber er richtet nicht über den Protagonisten und denunziert ihn nicht. Das ist nach vielen Medienberichten, die sich mit dem so genannten „Raubgräber“ befassten, eine journalistische Qualität, die mit dem Preis honoriert wird.


Länderpreis Thüringen

Dr. Victor Henle, Direktor der TLM, Jörg Pasztori, Geschäftsführer vom SRF (nahm den Preis stellvertretend für Susanne Bock in Empfang)

Susanne Bock (500 Euro)
Beitrag „WM-Fieber“ gesendet vom Sonneberger Regionalfernsehen (SRF)

Fußball-WM in Deutschland – ein ganzes Land in Hochstimmung, natürlich auch Südthüringen. Der Beitrag zoomt ein Weltthema auf die Region. Das ist schwerer, als es zunächst scheint und auch nicht in allen Szenen gleichermaßen gut gelungen. Dennoch eine preiswürdige Parodie, die vor allem durch den Mut zu starken Typen besticht, die für diesen Film gefunden wurden. Als deutlich landestypische Farbe ist der Dialekt bemerkenswert.