Preisträger 2007
Kategorie I (Medienpädagogische Projekte mit Kindern bis 10 Jahre):
Staatliche Grundschule „Barfüßerschule“ Erfurt
Hörspielprojekt „Der kleine Angsthase“
Auswahlgründe:
Ängste und neue Herausforderungen spielen im Alltag von Kindern eine wichtige Rolle. In der Klasse 1a der „Barfüßerschule“ Erfurt stand dieses Thema im Mittelpunkt eines Medienprojekts. Die Schüler konnten sich dabei aktiv mit ihren eigenen Ängsten auseinandersetzen und sie in einem Hörspiel verarbeiten.
Das Hörspielprojekt überzeugt in jeder Hinsicht. In einem ganzheitlichen, fächerübergreifenden Ansatz konnten vielfältige technische und gestalterische Fähigkeiten vermittelt werden. Durch den Einsatz alternativer Lehr- und Lernmethoden erhielten die Schüler vielfältige Möglichkeiten, sich auszuprobieren. Sie experimentierten mit Geräuschen, Sprache und Musik und gestalteten mit Kreativität und Phantasie ein beeindruckendes Hörspiel. Die Einrichtung erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.250,- Euro.
Staatliche Grundschule „Friedrich Schiller“ Zella-Mehlis
Hörspielprojekt „Quer durch die Zeit“
Auswahlgründe:
Wer träumt nicht davon, einmal eine Zeitreise zu unternehmen? Die Schüler der Klasse 3 der Staatlichen Grundschule „Friedrich Schiller“ haben es getan - mit Phantasie, Kreativität, Witz und mit Hilfe der modernen Medien. Im Rahmen ihres Hörspielprojekts entwickelten sie eine Geschichte, verteilten und probten ihre Rollen, sprachen die Texte ein, nahmen Geräusche auf, wählten die Musik aus und kümmerten sich natürlich auch um den Schnitt.
Das Hörspiel „Quer durch die Zeit“ der Staatlichen Grundschule „Friedrich Schiller“ zeigt, dass sich eine gute Vorbereitung und eine durchdachte medienpädagogische Konzeption auszahlen und in einem bemerkenswerten Produkt münden. Anknüpfend an einem vorgegebenen Unterrichtsthema bot das Projekt dennoch sehr viel Freiraum für die eigenen Ideen der Kinder. Sie setzten sich aktiv und kritisch mit dem Medium Radio auseinander, konnten mit Sprache, Geräuschen und Musik experimentieren und erhielten einen Einblick in die Hörspielproduktion. Sehr beeindruckt war die Jury auch von den hervorragenden Leseleistungen der Schüler. Die Einrichtung erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.250,- Euro.
Kategorie II (Medienpädagogische Projekte mit Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahre):
Mädchenzentrum des Vereins Mädchenprojekt Erfurt
Fotostory: „Wer bekommt ‚süßen boy 001’?“
Auswahlgründe:
Das Medienprojekt „Wer bekommt ‚süßen boy 001’?“ belegt, welches Potential in der Verbindung von Schulsozialarbeit und Medienpädagogik steckt. Das Mädchenzentrum des Vereins Mädchenprojekt Erfurt hat sich die Medienarbeit auf die Fahnen geschrieben und nutzt dazu die Möglichkeiten der Schulsozialarbeit. Das Projekt „Wer bekommt ‚süßen Boy 001’?“ ist exemplarisch für die Arbeit des Vereins. Vier Monate lang lernten die Schüler der Staatlichen Regelschule „Ulrich von Hutten“ in Erfurt, wie sie ihre Erfahrungen, Wünsche und Träume mit Hilfe verschiedener Medien bearbeiten und umsetzen können.
Frei von schulischen Bewertungskriterien konnten die Schüler ein Thema ihrer Lebenswelt aufgreifen und mit Hilfe verschiedene Medien bearbeiten. Mit großem Engagement und viel Herzblut entwickelten sie eine eigene Geschichte und setzten sie als Fotostory um. Durch die Integration verschiedener Medien erwarben sie umfangreiche technische, dramaturgische und gestalterische Kenntnisse und Fertigkeiten. Bei der Arbeit an einem gemeinsamen Produkt lernten sie, sich gegenseitig zu respektieren, gemeinsam im Team zu agieren und Kritik konstruktiv zu formulieren. Die Einrichtung erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.250,- Euro.
Staatliches Gymnasium „Gustav Freytag“ Gotha
Videoprojekt „Im Garten der Lüste“
Auswahlgründe:
Mit den Themen Liebe-Kunst-Medien beschäftigten sich die Schülerinnen einer siebenten Klasse des Gustav-Freytag-Gymnasiums Gotha in ihrem Projekt. Sie lasen, fotografierten, filmten, reflektierten und interpretierten Liebe bzw. die Bilder von Liebe, die wir im Kopf haben. Alle Eindrücke und Erfahrungen verarbeiteten sie in einer Reportage über eine Kunstausstellung.
Das Videoprojekt „Im Garten der Lüste“ besticht nicht nur durch die geschickte und unterhaltsame Umsetzung des eher „sperrigen“ Themas Kunstausstellung. Es überzeugt auch durch eine durchdachte Konzeption sowie einem ganzheitlichen und fächerübergreifenden Ansatz. Das Projekt ermöglichte den Schülerinnen einen wertvollen Einblick in die Machart der Medien. Außerdem wurden ihre Team- und Kritikfähigkeit gestärkt und ihr Selbstvertrauen erweitert. Als interessantes und gewinnbringendes Moment erwies sich die Zusammenarbeit mit einer Museumspädagogin. Die Einrichtung erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.250,- Euro.
Kategorie III (Medienpädagogische Projekte mit Jugendlichen bis 20 Jahre):
Staatliches Sportgymnasium Oberhof
Videoprojekt „Warum?“
Auswahlgründe:
„Warum?“ fragten die Schüler einer neunten Klasse des Staatlichen Sportgymnasiums Oberhof. In ihrem Film erzählen sie eine Geschichte, deren ernste Themen auf den ersten Blick nicht unbedingt einen Bezug zum unmittelbaren Lebensalltag von Jugendlichen aufweisen. Auf den zweiten Blick zeigt sich jedoch, dass die Schüler, neben Themen, die sie persönlich stark bewegen, auch eigene Erfahrungen verarbeitet und versucht haben, ein Stück ihrer eigenen Realität zu zeigen.
Das Videoprojekt „Warum?“ veranschaulicht beispielhaft, wie mit einem ganzheitlichen, handlungsorientierten Ansatz die verschiedenen Dimensionen von Medienkompetenz angesprochen und gefördert werden können. Intensiv beschäftigten sich die Schüler mit dem Thema Medien und Film. Mit ihrem offenen Ansatz ermöglichte die Lehrerin ein freies, selbstverantwortliches und engagiertes Arbeiten der Jugendlichen. Immer wieder regte sie ihre Schüler an, über die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen und medialen Bildern zu diskutieren. Die Einrichtung erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.250,- Euro.
Staatliches Gymnasium „Johann Gutenberg“ Erfurt
Videoprojekt: „Tschechisches Streichholzschächtelchen“
Auswahlgründe:
Die Schüler des Staatlichen Gymnasiums „Johann Gutenberg“ nutzen in ihrem Projekt die vielfältigen Möglichkeiten des Mediums Video, um die Wünsche, Träume und Hoffnungen von Jugendlichen zu zeigen. Bei der Produktion des Kurzfilms „Tschechisches Streichholzschächtelchen“ konnten sie auf umfangreiche Kenntnisse aus früheren Projekten zurückgreifen und ihre Erfahrungen und Kompetenzen erweitern und vertiefen.
Das Videoprojekt „Tschechisches Streichholzschächtelchen“ zeichnet sich durch eine konsequente Orientierung an den Erfahrungen, Wünschen und Bedürfnissen der Schüler aus. Ganz bewusst wurde in der Planung ein offener pädagogischer Ansatz gewählt, in dem die Projektteilnehmer eigenständig arbeiten und alle Phasen selbst kontrollieren konnten. Besonders würdigen möchte die Jury die langjährige und kontinuierliche medienpädagogische Arbeit der betreuenden Lehrerin. Mit ihrem großen Engagement hat sie es geschafft, die Medienarbeit zu einem festen Bestandteil im Angebotsspektrum ihrer Schule zu machen. Die Einrichtung erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.250,- Euro.
Kategorie IV (Sonderpreis für die besten Medienproduktionen von Kindern und Jugendlichen in Thüringen):
Julia Rötger und Theresa Valentin, Jena
Videoprojekt „Kaffeeflecken“
Auswahlgründe:
Im Rahmen des Ethikunterrichts erhielten die Schüler einer 11. Klasse die Aufgabe, das Thema Verantwortung kreativ umzusetzen. Fünf junge Filmemacher nahmen sich des Themas an und entwickelten daraus in mehr als zwei Monaten intensiver Arbeit eine spannende Geschichte. Die gesamte Konzeption, von der Idee über die Planung und Durchführung bis zur Gestaltung lag allein in den Händen der beteiligten Jugendlichen, die in ihrem Projekt ein hohes Maß an Engagement und Eigenleistung bewiesen haben.
„Kaffeeflecken“ von Julia Rötger und Theresa Valentin ist ein Film, der den Zuschauer mit seinem Facettenreichtum schnell in den Bann zieht. Jede einzelne Szene spiegelt das große kreative Potenzial und das Engagement seiner Macherinnen wider. Besonders gut ist es den Schülerinnen aus Jena gelungen, Gefühle und Empfindungen in Bilder umzusetzen. Verschiedene Einstellungsgrößen und Perspektiven machen die Story lebendig und zeugen von der Empathie und der Liebe zum Detail der beiden Schülerinnen, die sie auch am Schnittplatz bewiesen. Die Art und Weise der Montage zeichnet sich durch eine hohe handwerkliche Qualität aus. Der Sonderpreis für die beste Medienproduktion von Kindern und Jugendlichen in Thüringen ist mit 500,- Euro dotiert.
Preisträger des Sonderpreises des Thüringer Kultusministeriums sind:

- Staatliches regionales Förderzentrum Apolda
- Staatliches regionales Förderzentrum Apolda
Hörspielprojekt „Die wilden Kerle aus Apolda“
- Staatliche Regelschule Trusetal
Videoprojekt „Nichts ist so wie es scheint“
- Sprachheilschule Freie Fröbelschule Keilhau
„Videoprojekt „Märchenkuddelmuddel“
- JAKULT Regionalteam für Jugendarbeit Bad Lobenstein
Medienprojekt „Mediencamp“
- Staatliches Humboldt-Gymnasium Weimar
Videoprojekt „Ein Werbespot für unsere Schule“















