Medienpädagogische Qualifizierungsseminare für Thüringer Lehrerinnen und Lehrer
Seit 2002 hat die TLM in Kooperation mit dem Thillm und den Thüringer Bürgersendern verschiedene medienpädagogische Seminare und Kurse durchgeführt, die inzwischen mehr als 400 Lehrerinnen und Lehrer für die medienpraktische Projektarbeit mit ihren Schülern fit gemacht haben.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Bildungsaufgaben, die im Thüringer Bildungsplan für Kinder bis 10 Jahre festgeschrieben sind und der Erweiterung des Kurses Medienkunde an den weiterführenden Schulen in Thüringen bis zur 10. Klasse, haben wir unser Fortbildungsangebot in Zusammenarbeit mit dem ThILLM erweitert und neu strukturiert. Entsprechend der Medienwelten von Heranwachsenden haben wir die neuen multifunktionalen Medien, wie Internet, Handy und Online-Spiele integriert und sie inhaltlich, technisch sowie methodisch aufbereitet.
Im Baukausten-Prinzip können Lehrerinnen und Lehrer sowie Horterzieherinnen und -erzieher nach Absolvierung eines intensiven Basiskurses mit Grundlagen und Methoden der handlungsorientierten Medienpädagogik verschiedene fundierte, medienpraktische Schulungen zur Thematik Audio, Video, Web 2.0, Handy oder Computerspiele besuchen. Im Anschluss an die praktische Arbeit folgt eine Projekt- und Erprobungsphase an der eigenen Schule der Teilnehmenden, die schließlich im Rahmen einer zentralen Abschlussveranstaltung gemeinsam reflektiert und ausgewertet wird.
Mit unseren medienpädagogischen Qualifizierungsseminaren wollen wir Lehrerinnen und Lehrer sowie professionell Erziehende ein Stück in die neuen Medienwelten von Mädchen und Jungen begleiten, Chancen und Probleme aufzeigen und gemeinsam mit ihnen Wege und Möglichkeiten für eine aktive Bearbeitung in ihrem Schulalltag erarbeiten.
Im weiteren Verlauf finden Sie alle weiteren Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung:
- Aufbau und Ablauf
- Basiskurse
- Aufbaumodule
- Praxisphase
- Reflexionsblock
- Veranstaltungsorte und Termine
- Information und Anmeldung
Aufbau und Ablauf
Bei den Fortbildungen handelt sich um mehrtägige Blockveranstaltungen, die von den Teilnehmenden selbständig im Baukastenprinzip ausgewählt und zusammengesetzt werden können. Sie schließen mit einem Zertifikat des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) ab.
Als Basis für alle angebotenen medialen Formen dient ein zweitägiger Grundlagenkurs (Basiskurs I) zur handlungsorientierten Medienpädagogik, der Hintergründe und Zusammenhänge transparent macht und erklärt. Im Anschluss daran (Aufbauphase) können die Teilnehmenden jedes der angebotenen Praxismodule absolvieren, ohne noch einmal einen Basiskurs belegen zu müssen. Lediglich für die Thematik der Computerspiele ist der gesonderte Basiskurs II vonnöten, der in Kooperation mit der Universität Leipzig und der angegliederten ComputerSpieleSchule durchgeführt wird. Die Praxismodule sind auf drei Tage angelegt. Integraler Bestandteil ist dabei die Erarbeitung von Konzepten für die Projektarbeit in der eigenen Einrichtung. Diese werden im Anschluss (Praxisphase) weiter entwickelt, umgesetzt und reflektiert. Dabei werden die gewonnenen Kenntnisse und Fertigkeiten direkt erprobt und hinterfragt. In dieser Zeit werden die Teilnehmenden über Konsultationen von der Fortbildungsleitung betreut. Zudem dient eine Internetplattform dazu, sich mit anderen Teilnehmenden und der Fortbildungsleitung auszutauschen sowie Tipps, Anregungen und Hinweise für die Projektarbeit zu geben bzw. zu erhalten. Im eintägigen Reflexionsblock stellen die Teilnehmenden ihre Praxisprojekte vor und werten diese in der Gruppe aus. Außerdem diskutieren sie ihre Erfahrungen mit dem Bausteinprinzip und den Inhalten der Qualifizierungsseminare und geben Hinweise für die Weiterentwicklung des gesamten Fortbildungsangebots.
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Basiskurse
Basiskurs IIn diesem Kurs erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, fundierte theoretische und methodische Grundlagen der handlungsorientierten Medienpädagogik zu erwerben. Sie beschäftigen sich einerseits mit Fragen des dualen Rundfunksystems, des Jugendmedienschutzes oder der Medienwirkungen. Andererseits setzen sie sich intensiv mit Medienangeboten für Kinder und Jugendliche und ihrem Nutzungsverhalten auseinander. Alle diese Fragestellungen werden immer wieder auf die Lebens- und Alltagswelt von Heranwachsenden bezogen und im Bezug darauf diskutiert.
Der Besuch des zweitägigen Basiskurses I ist Voraussetzung für die Belegung der Aufbaumodule in den Bereichen Audio, Video, Web 2.0 und Handy.
Basiskurs II
In diesem Kurs beschäftigen sich die Teilnehmenden intensiv mit der Faszination von Spielen, insbesondere Computerspielen. So gehen sie beispielsweise der Frage nach, welche Bedeutung Figuren in Computerspielen für die Alltagsbewältigung von Jugendlichen haben. Außerdem setzen sie sich mit Computerwelten von jungen Menschen auseinander und erhalten einen Einblick in Genres und Plattformen. Nicht zuletzt werden Fragen des Jugendmedienschutzes und der Medienwirkungen im Bereich der Computerspiele gezielt aufgeworfen und in gemeinsamer Diskussion beantwortet.
Der Besuch des zweitägigen Basiskurses II ist Voraussetzung für die Belegung des Aufbaumoduls Computerspiele.
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Aufbaumodule
Radioarbeit im UnterrichtHauptschwerpunkt dieses Moduls ist die Auseinandersetzung mit Radio, seinen Genres und Besonderheiten. Die Teilnehmenden sprechen über aktuelle Radioformate und lernen die Vorlieben und Nutzungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen kennen. Vor allem das Thema Musik wird dabei besonders beleuchtet. Daneben setzen sich die Teilnehmenden besonders mit der Thematik Hören/Zuhören auseinander. Zudem erhalten sie die Möglichkeit, selbständig Methoden zur praktischen Radioarbeit im Unterricht zu erarbeiten, auszuprobieren und zu reflektieren. Dazu gehört die Beschäftigung mit der Technik genauso wie die kreative Erstellung eines eigenen methodisch-didaktischen Konzepts. Dieses soll im folgenden Praxisprojekt aufbereitet und umgesetzt werden.
Das dreitägige Aufbaumodul „Radioarbeit im Unterricht“ kann nur nach Absolvierung des Basiskurses I besucht werden.
Videoprojektarbeit in der Schule
Was steckt drin im Zauberkasten Fernsehen? Welche Bedeutung haben Videos und Filme im Alltag von Kindern und Jugendlichen? Neben Antworten auf diese Fragen erhalten die Teilnehmenden dieses Moduls die Möglichkeit, die praktische Videoarbeit selbständig – von der Idee bis zum fertigen Film – zu hinterfragen, zu planen und umzusetzen. Dabei probieren sie unterschiedliche Methoden aus und reflektieren diese. Außerdem beschäftigen sie sich intensiv mit der Aufnahme- und Schnitttechnik, erarbeiten unterschiedliche Präsentationsformen und lernen diverse Veröffentlichungsmöglichkeiten kennen. Mit einem selbständig erarbeiteten methodisch-didaktischen Konzept gehen sie in die sich anschließende Praxisphase.
Das dreitägige Aufbaumodul „Videoprojektarbeit in der Schule“ kann nur nach Absolvierung des Basiskurses I besucht werden.
Web 2.0 im Unterricht
In diesem Modul beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Angeboten und Strukturen des Web 2.0, die für Jugendliche besonders interessant sind und von ihnen am häufigsten genutzt werden. Eine besondere Rolle spielen dabei soziale Netzwerke und Videoplattformen. Daneben setzen sie sich mit der Bedeutung, den Motiven, Mustern und Hintergründen der Internetnutzung von älteren Kindern und Jugendlichen auseinander. Zudem erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, selbständig Methoden zur medienpraktischen Arbeit über das Internet im Unterricht zu erarbeiten, auszuprobieren und zu reflektieren. Dazu gehört die Beschäftigung mit der Technik genauso wie die kreative Erstellung eines eigenen methodisch-didaktischen Konzepts. Dieses soll im folgenden Praxisprojekt aufbereitet und umgesetzt werden.
Das dreitägige Aufbaumodul „Web 2.0 im Unterricht“ kann nur nach Absolvierung des Basiskurses I besucht werden.
Kreative Handyarbeit im Unterricht
Dieses Modul behandelt Angebote und Strukturen des Mediums Handy, die für Jugendliche besonders interessant sind und die von ihnen am häufigsten genutzt werden. Schwerpunkte bilden hierbei Handyvideos, Klingeltöne und Handyspiele. Weiterhin setzen sich die Teilnehmenden mit der Bedeutung, den Motiven, den Mustern und den Hintergründen der Handynutzung von älteren Kindern und Jugendlichen auseinander. Zudem erhalten sie die Möglichkeit, selbständig Methoden zur medienpädagogischen Handyarbeit im Unterricht zu erarbeiten, auszuprobieren und zu reflektieren. Dazu gehört die Beschäftigung mit der Technik genauso wie die kreative Erstellung eines eigenen methodisch-didaktischen Repertoires. Dieses soll in das bevorstehende Praxisprojekt münden.
Das dreitägige Aufbaumodul „Kreative Handyarbeit im Unterricht“ kann nur nach Absolvierung des Basiskurses I besucht werden.
Computerspiele in der Schule
Im Mittelpunkt dieses Moduls steht zum einen die eigene Spiel- und Spielererfahrung. Die Teilnehmenden spielen verschiedene Computerspiele und reflektieren die gemachten Erfahrungen. Zum anderen setzen sie sich mit Machinimas auseinander, die eine Möglichkeit der kreativen Auseinandersetzung mit Computerspielen im Schulalltag darstellen. Darauf aufbauend erarbeiten die Teilnehmenden selbständig Methoden zur Bearbeitung des Themas Computerspiele im Unterricht, probieren diese aus und reflektieren sie. Eingeschlossen ist dabei die Beschäftigung mit der Technik genauso wie die kreative Erstellung eines eigenen methodisch-didaktischen Konzepts für das bevorstehende Projekt.
Das dreitägige Aufbaumodul „Computerspiele in der Schule kann nur nach Absolvierung des Basiskurses II besucht werden.
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Praxisphase
In den Praxisphasen, die insgesamt etwa 12 Wochen umfassen, wenden die Teilnehmenden gewonnene Erkenntnisse, gemachte Erfahrungen sowie erlernte Fertigkeiten an und entwickeln diese weiter. In einem eigenen Schulprojekt setzen sie eigene, im Rahmen der Fortbildung erarbeitete Konzepte um, bearbeiten diese und werten sie aus. Unterstützung erhalten sie dabei zum einen durch die Seminarleitung, die in Konsultationen Antworten auf Fragen sowie weitere Hinweise und Anregungen gibt. Zum anderen wurde für den internen Erfahrungsaustausch und zur Diskussion eine Internetplattform eingerichtet, die alle Teilnehmenden zu bestimmten Zeiten unter sich bzw. mit der Seminarleitung nutzen können.top
Reflexionsblock
Im Rahmen des eintägigen Reflexionsblocks stellen sich die Teilnehmenden gegenseitig ihre Praxisprojekte vor und werten diese gemeinsam aus. Dabei sprechen sie über Rahmenbedingungen und Zielstellungen, gehen auf Chancen und Probleme ein und erarbeiten Perspektiven für die Medienarbeit in der Schule.top
Veranstaltungsorte und Termine
Die Seminare werden in Kooperation mit den Thüringer Bürgerradios und dem Geraer Bürgerfernsehen angeboten. So ist nicht nur gewährleistet, dass die Teilnehmenden unter besten Bedingungen arbeiten, sondern dass auch verschiedene Regionen im Freistaat bedient werden können.Schuljahr 2011/2012
Kreative Handyarbeit im Unterricht| Block |
Termin |
Veranstaltungsort |
| I (Theorie) |
30. und 31. Januar 2012 |
Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) TLM-Medienwerkstatt Steigerstraße 10 99096 Erfurt |
| II (Praxis) |
27. bis 29. Februar 2012 |
Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) TLM-Medienwerkstatt Steigerstraße 10 99096 Erfurt |
| III (Reflexion) |
30. Mai 2012 |
Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) TLM-Medienwerkstatt Steigerstraße 10 99096 Erfurt |
Videoprojektarbeit in der Schule
| Block |
Termin |
Veranstaltungsort |
| I (Theorie) |
30. und 31. Januar 2012 |
Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) TLM-Medienwerkstatt Steigerstraße 10 99096 Erfurt |
| II (Praxis) |
27. bis 29. Februar 2012 |
Offener Kanal Gera (OKG) PiXEL-Fernsehen 07545 Gera
|
| III (Reflexion) |
30. Mai 2012 |
Offener Kanal Gera (OKG) PiXEL-Fernsehen 07545 Gera |
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Information und Anmeldung
Weitere Fragen zu den medienpädagogischen Qualifizierungsseminaren werden in der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) beantwortet. Auch die Anmeldungen werden unter folgendem Kontakt zentral entgegen genommen:Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)
TLM-Medienwerkstatt
Tel. 0361 2117732, -34
Fax 0361 2117755
E-Mail: medienwerkstatt@tlm.de









