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Funkanalyse Thüringen 2012 - Ortsnahes Fernsehen in Thüringen

Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) stellte am 4. Juli 2012 in Erfurt erstmals repräsentative Empfangs- und Nutzungsdaten für die lokalen Fernsehsender in Thüringen vor. Die Ergebnisse sind Teil einer Reichweitenstudie zum ortsnahen Fernsehen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die in den letzten Monaten im Auftrag der fünf ostdeutschen Landesmedienanstalten von der INFO Markt- und Meinungsforschung GmbH Berlin durchgeführt wurde.

„Die Initiative zu einer gemeinsamen Funkanalyse zum ortsnahen Fernsehen in Ostdeutschland ging nicht zuletzt von den Anbietern selbst aus“, erläuterte TLM-Direktor Jochen Fasco: „Durch das gemeinsame Vorgehen und die einheitliche Methode haben wir zum ersten Mal eine vergleichbare, verlässliche Datenbasis für die Vermarktung der lokalen TV-Stationen in Ostdeutschland geschaffen. Wir hoffen, dass wir mit dieser neuen Währung dazu beitragen können, die Wettbewerbsfähigkeit des lokalen Fernsehens gegenüber anderen Werbeträgern sowie die schwierige wirtschaftliche Situation der kleinen Sender zu verbessern.“

Insgesamt zählen in Thüringen rund 400.000 Personen ab 14 Jahren zu den potentiellen Nutzern des lokalen Fernsehens: Sie kennen „ihren“ lokalen Sender und können ihn auch empfangen. 90 Prozent von ihnen haben schon einmal ein lokales TV-Programm eingeschaltet. 43 Prozent der potentiellen Nutzer gehören zum Weitesten Seherkreis (WSK), 14 Prozent zu den Sehern gestern. Eingeschaltet werden die lokalen Fernsehsender vor allem in der Zeit von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr, montags bis freitags wesentlich häufiger als am Wochenende. Die Zuschauer (WSK) von Lokal-TV sind im Schnitt 54 Jahre alt, fast jeder zweite ist berufstätig, 40 Prozent sind Rentner.

Im Rahmen der repräsentativen Telefonbefragung wurden allein in Thüringen 2.814 Interviews geführt (davon 751 Interviews mit potentiellen Nutzern von Lokal-TV). Auf dieser Basis können die wichtigsten Empfangs- und Nutzungsdaten auch für einzelne Sender zuverlässig hochgerechnet werden. Auf Landesebene sind zudem differenzierte Auswertungen auch zur Zusammensetzung des Publikums, den Einschaltzeiten und der Nutzungsdauer möglich.

Die vollständige Präsentation der INFO Markt- und Meinungsforschung mit den Ergebnissen für Thüringen ist hier abrufbar. Für den Herbst bereiten die beteiligten Medienanstalten zudem eine gemeinsame Publikation zu den Ergebnissen der Ostdeutschen Funkanalyse 2012 zum ortsnahen Fernsehen vor.