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Gewalt im Radio

Im Auftrag der mitteldeutschen Landesmedienanstalten untersuchten Prof. Dr. Bernd Schorb und Anja Hartung von der Universität Leipzig, in welchen Formen Gewalt im Radio vorkommt und ob und wie diese wahrgenommen und bewertet wird. Der Untersuchungszeitraum von Februar 2002 bis Juli 2003 gliederte sich in drei Phasen: Literaturanalyse, Programmanalyse von fünf für Jugendliche relevanten Radiosendern (Radio Projekt 89.0 digital, MDR JUMP, Planet Radio, radio TOP 40, Radio Energy Sachsen) und eine Befragung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 16 Jahren.

Die Studie zeigt auf, dass verbale Gewalt im Radio meist von den Moderatoren ausgeht und oft spaßig formuliert wird. Wegen der darin enthaltenen Beleidigungen, Beschimpfungen, Bloßstellungen, Unterstellungen und Pauschalisierungen stellt dieses Verhalten dennoch eine psychische Gewaltform dar. Besonders häufig findet sich verbale Gewalt in den Morningshows zwischen 6.00 und 8.00 Uhr, der intensivsten Radionutzungszeit von Kindern und Jugendlichen. Wie die von allen Alterstufen wahrgenommene Gewalt bewertet wird, hängt wesentlich vom Alter, den Lebensumständen und vom Geschlecht der Kinder und Jugendlichen ab.