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DAB-Pilotprojekt Thüringen

Im September 1996 beauftragten MDR und TLM die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit der Durchführung eines begleitenden Forschungsprojektes zur Einführung des Digitalen Rundfunks.

Ziel der Untersuchung, die bis Ende 1998 lief, war es, verlässliche Informationen über Chancen, Möglichkeiten und Entwicklungsperspektiven von DAB zu erhalten. Mittels Befragungen und Gruppendiskussionen wurde die Akzeptanz und Nutzung des Übertragungssystems DAB und der übertragenen Inhalte (Programme, Dienste), die Benutzerfreundlichkeit von Bedienoberflächen (Menüs) und Empfangsgeräten sowie mögliche Veränderungen im Hörfunknutzungsverhalten untersucht.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung sind:

  • Die Hörfunknutzung erfährt allein durch die Einführung digitaler Übertragung keine wesentliche Veränderung, allerdings konnte sich das ausschließlich über DAB verbreitete Programm TOP 40 M überraschend gut bei den Befragten etablieren. Wichtigste Programmelemente bleiben nach wie vor Verkehrsinformationen und Musik.
  • Von den angebotenen zusätzlichen Datendiensten waren insbesondere jene von Interesse, die unmittelbar für den Autofahrer relevant sind; allerdings wurde eine unzureichende Aktualität bemängelt. Weitere Dienste wie z.B. Bildangebote zum laufenden Programm interessierten dagegen kaum.
  • Aufgrund von teilweise erheblichen Empfangsstörungen, deren Ursachen vor allem in der Topografie des Freistaats zu suchen sind, konnten die Nutzer kaum eine Verbesserung der Empfangbarkeit gegenüber der analogen Übertragung feststellen. Dennoch war die Mehrheit der Probanden von den Vorteilen der DAB-Technik und der damit verbundenen Zusatzdienste überzeugt.